Zink für die Nockenwelle

Immer wieder erreichen uns Anfragen zum Thema „Zinkzusatz“ bei Flat Tappet Nockenwellen. Was hat’s damit auf sich?

Zink ist ein Additiv, dass den Verschleiß drastisch reduzieren kann. Das Problem bei Nockenwellen mit herkömmlichen Hydrostößeln, sog. Flat Tappet Camshafts, ist, dass durch den direkten Kontakt von zwei Metallflächen ohne Reibungsumwandlung schnell ein sehr hoher Verschleiß entstehen kann. Moderne Nockenwellen bzw. die Weiterentwicklung nutzt eine Technik von sog. Roller Hydros. Hier ist der Hydrostößel eben nicht plan, sondern durch eine kleine Rolle immer in Bewegung. Der dadurch verringerte Abrieb kann maßgeblich zum Erhalt der Nockenwelle beitragen.

Dennoch nutzen wir regelmäßig die Standard „Flat Tappet“ Nockenwellen, beim Ersteinbau ist penibel auf eine sog. Break-In Strategie zu achten. Detail dazu haben wir hier im Portal unter „Erststart“ festgehalten.

Ein Zinkzusatz gibt uns nachweislich den benötigten Freiraum um solche Nockenwellen nicht nur im Erststart gut einlaufen lassen zu können, sondern auch die Gewissheit über die Jahre einen Zusatzschutz im Öl zu haben. Führende Nockenwellenhersteller wie Comp Cams oder Crane haben lange und breite Artikel über die genaue Funktion und den Zweck von Zink.

Zusammenfassend lässt sich sagen, Zink ist für kleines Geld bei Flat Tappet Wellen der wohl sinnvollste Beitrag zur Langlebigkeit, mindestens jedoch ein absolutes Muss für den Erststart.